#9 Buße

Im Heft

Das Wesen
wahrer Buße

Kurt Vetterli

 

Ein Mann
der Buße

Sascha Baer

 

Luther und
die Buße

Simon Schuster

 

Das Wunder
leidenschaftlicher
Buße

Waldemar Justus

 

Buße nach dem
Willen Gottes

Waldemar Dirksen

Editorial: Buße

Auf einem sozialen Netzwerk im Internet fragte ich unsere Leser, welches Thema sie für zukünftige Ausgaben interessieren würde. Als Auswahlmöglichkeit schlug ich unter anderem das Thema „Buße“ vor. Wohlwissend, dass wir mit der Redaktion das Thema bereits für die Herbstausgabe festgelegt hatten, war ich auf die Reaktion der Leser neugierig. Zu meiner Enttäuschung stieß „Buße“ als Heftthema auf wenig Resonanz. Man ertappt sich schnell dabei, längst zu wissen was es mit der Buße auf sich hat und hakt es in der eigenen Gedankenwelt schnell ab.

Auch scheint es ein eher angestaubtes Wort zu sein, das im gängigen Sprachgebrauch sehr selten oder gar nicht verwendet wird und uns somit höchstens bei der Bibellese oder der Lektüre alter Puritaner begegnet. Auch ist „Buße“ mit erstaunlich vielen Missverständnissen und Irrtümern behaftet. Während die einen denken „Buße tun“ habe etwas damit zu tun, Sünden mit Selbstkasteiung oder zu erleidenden Strafen wieder gut zumachen, glauben andere, Buße müsse in Tränen und Wehklagen ausgeführt werden. Wiederum andere haben die Buße in eine Abfolge wie „Reue, Buße, Bekehrung, Wiedergeburt“ gesteckt, die ihre Bedeutung für das ganze Leben eines Christen abschwächt.

In Zeiten der großen Erweckungen, in den Zeiten Luthers, Calvins, Whitefields, Edwards oder Spurgeons nahm die „Buße“ ihren rechtmäßigen und lehrmäßig richtigen Platz ein.

Die Biografien großer Gottesmänner zeugen von der Wucht und Wichtigkeit „echter Buße“ und wir tun gut daran, daraus zu lernen. Angesichts dieser Tatsachen fragen wir: „Was bedeutet Buße wirklich?“ Diese Ausgabe kann niemals die Lehre der Buße als ganzes erfassen und es bleibt letztlich ein fehlerhafter Versuch diesem wichtigen Thema literarisch gerecht zu werden.

Vielleicht kann diese Ausgabe als Plädoyer oder Anstoß dafür dienen, der Buße in Denken, Leben und Praxis den richtigen Platz zu geben.

Die Predigt des ersten Evangeliumsverkünders begann so: „Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen!“ (Johannes der Täufer in Matthäus 3,2). Die gleichen Worte sollten auch Jesu erste Predigt einleiten. Und so wollen wir uns nicht zu schade sein, diese Ausgabe mit jenen zwei Worten zu beginnen, mit denen das Wirken Christi auf der Erde seinen Anfang genommen hat: „Tut Buße!“.


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Kommentare: 2

  • #1

    Waldemar (Dienstag, 30 Oktober 2012 18:29)

    Liebes Timotheus-Team!

    unter folgender Adresse findet ihr von mir eine Rezension der Ausgabe #9: www.jesus24.de/die-umkehr-des-denkens/

    Seid gesegnet,
    wju

  • JimdoPro
    #2

    timotheusmagazin (Mittwoch, 31 Oktober 2012 04:25)

    Vielen Dank für schöne Rezension, Waldemar!

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